Dem "Rauchgenuß" entkommen!

Hier werden die meisten Anfängerfehler und deren Lösungen beschrieben sowie findet ihr hier ein kleines Dampferlexikon

Moderator: Marno

Dem "Rauchgenuß" entkommen!

Beitragvon Foren Team » Mo 3. Sep 2012, 03:26

Als Raucher inhalieren Sie mit jedem Zug an einer Zigarette ein Luftgemisch, in dem neben 4000 Giftstoffen auch die Droge Nikotin enthalten ist. Der Suchtstoff Nikotin gelangt über die Lungen in Ihr Blut und so zu seinem eigentlichen Wirkungsort, dem Gehirn. Dort kommt es zu einer krankhaften Veränderung Ihres Hirnstoffwechsels, einer so genannten Neurotransmitterdysbalance. Dieses biochemische Ungleichgewicht verursacht Ihnen den unangenehmen „Rauchdrang“.
Wenn das Nikotindepot in ihrem Körper zur Neige geht, müssen sie es wieder auffüllen. Der Griff zur Zigarette war ihre bisher einzigste Lösung für dieses Problem.
Eines müssen sie sich eingestehen: Sie sind süchtig! Ihre Form der Sucht ist aber hingegen zur Drogensucht oder Alkoholsucht gesellschaflich akzeptabel und in der Gesellschaft fest integriert. Man kann diese Sucht sein Leben lang befriedigen, ohne geächtet oder schräg angeschaut zu werden, ohne ins Abseits zu geraten und ohne irgendwann in der Gosse oder unter der Brücke zu landen. im Gegensatz zu einem Drogen oder starken Alkoholsüchtigen.
Es bleibt aber eine Sucht. Die, die Dampfer sind, sind sich dieser Tatsache genau bewußt und gehen deswegen auch selbstkritischer mit der Thematik um.
Raucher meinen oft, sie können ja jederzeit wieder aufhören, aber sie tun es nur deshalb nicht, weil sie nicht auf den "Luxus" verzichten möchten oder im Moment zu viel um die Ohren haben. Auch andere Menschen, die einer Sucht unterliegen, werden immer viele Argumente (Ausreden) parat haben, wenn es um das Beenden ihrer Abhängigkeit geht.

Ist es wirklich Luxus, den eigenen Körper, die Wohnung und teilweise seine Umwelt zu verpesten und zu vergiften???

Sie empfinden, oftmals unabhängig von der jeweiligen Situation, das dringende Bedürfnis zu rauchen. Die Befriedigung dieses Drangs erleben Sie als puren "Genuss“.
Das empfindet der Drogensüchtige und der Alkohlosüchtige ebenso, wenn er "seine" Dorgen konsumiert.
Das Schlimme an einer Sucht ist garnicht - wie viele glauben - die körperliche Abhängigkeit von der Droge, sondern die geistige. Das Gehirn eines Süchtigen ist auf Schutz aus.
Nicht etwas Schutz vor der Droge, sondern Schutz davor, das die Droge unbehelligt weiter konsumiert werden kann, denn wenn nicht, geht es dem Körper und dem Wirt, in unserem Fall dem Menschen psychich oder auch physich schlecht. Aus diesen Grund schafft es das Gehirn auch Querverbindungen und Psydologiken zu erschaffen, die förderlich sind bei der weiteren Konsumierung der Droge.
Der erste Schritt zur Unabhängigkeit ist sich wirklich bewußt zu machen, das die Droge einen beherscht und das man von ihr süchtig, aber nicht hilflos ausgeliefert und abhängig ist.

Ihr Körper und ihr Gehirn ist in ihrem Raucherleben auf Tabakrauch trainiert und alles, was nicht nach Tabak schmeckt, wird erstmal unbewußt abgelehnt.
Etwas leichter haben es die Raucher, die Mentholzigaretten bevorzugen. Ihr Körper und ihr gehirn ist nicht ganz so stark auf Taba und Rauchgeschmack geeicht.
Es kommt oft vor, das ein Raucher mal bei einem Bekannten an einer E-Zigarette zieht und meistens hustet und sogleich behauptet: " Das ist nichts für mich, das schmeckt mir nicht."
Ersteres ist eine subjektive Empfindung, teilweise unbewußt vom Hirn gesteuert, den es will den Tabakrauch und Fremdgeschmäcker sind nicht willkommen.
Zweiteres Gegenargument mag in diesem Augenblick zwar vieleicht vordergründig zutreffen, doch ist es nur eine Frage der Gewohnheit und eine Frage des Geschmackes, welches der hunderte von Geschmacksrichtungen man bevorzugt und in welcher Nikotinstärke. Weiterhin beeinflusst die Mischung, also das Verhältniss des Liquides von Anteilen PG und VG und die Menge an zugesetzten Nikotin und die Art bzw. Bauweise der E-Zigarette bzw. dessen Verdampfertyp die Art des Geschmackes und des E-Rauch bzw. Dampferlebnisses.

Gegenfrage: Hat ihnen ihre erste Tabakzigarette geschmeckt? Nein? Warum nicht? Ich sage es Ihnen!

Ihr Körper und ihr Gehirn war noch sauber und noch nicht auf Rauch und "Tabakgenuß" umprogrammiert und ihr Körper hatte noch seine gesunden Abwehrmechanismen (Husten und Brechreiz, Ekel etc.), das sie ihm aber in den Anfängen ihrer Raucherkariere abgewöhnt haben.
Das gleiche Erlebniss werden sie haben, wenn sie konsequent, mit 100% Verzicht von Tabakzigaretten mindest eine Woche dampfen und dann mal wieder zu einer Tabakzigarette greifen.
Der Effekt wird zwar nicht ganz so intensiv wie bei ihrer ersten Zigarette sein, da es Monate oder sogar Jahre (je nach Länge ihrer Rauchzeitraumes und Stärke ihrer Tabakkonsumes) kann es unterschiedlich lang dauern ihren Körper von den Folgen des Tabakkonsums zu bereinigen, aber die Zigarette wird ihnen (zu recht) ekelig schmecken, der sonst so würzig aromastische Duft wird sich ihnen als Gestank oder zumindest als unangenehm offenbaren und vieleicht husten sie auch und nach zwei, drei Zügen werden sie die Zigarette voller Ekel ausdrücken.
Spätestens jetzt wird ihnen langsam bewußt, was sie ihrem Körper jahre- oder jahrzehntelang angetan haben.
Sie werden verwundert sein und das zu Recht, denn sie merken nun ganz klar, sie brauchen die Tabakzigarette nicht für ihe Nikotinsucht!

Was Raucher zu ihrer Suchtbefriedigung brauchen sind nicht die 4000 Giftstoffe einer Tabakzigarette, wovon anerkannt um die 500 Krebserregend sein können. Sie brauchen kein Teer, kein Kondensat, kein Kohlenmonoxid, keine Blausäure, keine Nitrosamine, keine Schwermetalle, kein Nickel, kein Hydrazin, kein Benzol, kein Benzypren, kein Polonium, kein Formaldehyd, kein Anilin , kein Blei, kein Cadmiumchlorid, kein Akrolein, kein Toluol, kein Acetaldehyd, kein Zink, kein Amoniak, kein.... OK, ok ich höre auf!
Sie brauchen zur Befriedigung ihrer Sucht einzig allein das Nikotin und die mit dem Rauchen verbundenen gewohnten Handlungen, wie z.B. was in den Händen zu halten, was zum nuckeln und saugen, etwas, das Rauch (Dampf) macht und sie brauchen den Flash in der Lunge.
Es liegt also an Ihnen, ob sie nun weiter rauchen oder auf die gesündere (nicht gesunde) Alternative der E-Zigarette umsteigen.
Es gehört zum Umstieg nicht viel, außer das man mental zum Umstieg auf eine gesündere Alternative bereit ist und zum Anfang etwas Geld investieren muss. Aber an dem Geld liegt es nicht. Schließlich geben sie ja täglich Geld für Zigaretten aus. Nach einem Monat haben sich die Anschaffungskosten armortisert und sie sparen trotz Genuß eine Menge Geld.

Wichtig ist, sie müssen bereit sein, etwas Neues zu probieren und dürfen nicht erwarten, das E-Zigaretten und verdampfte Liquide wie verbrannter Tabak schmecken.
Das kann nicht gehen, denn bei der E-Zigarette wird eine Flüssigkeit, das Liquid verdampft und es wird nichts verbrannt.
Tauchen sie in die Welt der Geschmäcker ein. Ob Tiramisu, Erdbeee, Capuchino, Eierlikör, Menthol, Zimt, ja sogar Speck und Hühnchen gibt es als Aroma.
Sie brauchen den Tabakgeschmack nicht. Das redet ihnen ihr Gehirn nur ein, weil es jahrelang darauf traniert worden ist und nur Tabakrauch mit Nikotinzufuhr verbindet.
Und das Beste daran ist: Alle Aromen sind in der Regel Lebensmittelaromen und damit ihrem Körper bekannt und völig ungefährlich.
Und noch was positives an der E-Zigarette: Vieleicht schaffen sie es ja mit ihr völlig vom Nikotin und der Sucht wegzukommen.
Die Liquide gibt es in unterschiedlichen Nikotinstärken und sie können diese Stärken durch zusammenmischen von Liquiden noch feiner varieren. Sind sie irgendwann so weit, sich ihre Liquide selber zu mischen, können sie die Nikotinstärke sogar noch feiner beeinflussen.
Das hat den Vorteil, das sie im Laufe ihrer "Dampferkarriere" den Nikotinanteil in ganz kleinen Schritten senken können. Sogar so klein, das sie es nicht bemerken würden beim Dampfen, wenn sie es nicht wüßten. Ziel dieser Senkung ist natürlich irgendwann bei Null Nikotin anzukommen. Ob das Monate dauert oder Jahre ist eigentlich nicht so wichtig und liegt an jedem persöhnlich. Wichtig ist nur, das mit der E-Zigarette diese Möglichkeit existiert.
Machen sie sich nicht so einen großen Kopf um das weiterhin inhalierte Nikotin. Nikotin ist nachweislich nicht karzinom, also nicht krebserregend.
Sie werden jetzt sagen, ja es gibt ja auch unterschiedliche starke Zigarettensorten und sogar Light Zigaretten. Das ist richtig, aber haben sie schon mal einen starken Raucher eine Light Zigarette rauchen sehen? Ich sage Ihnen einmal, wie es bei mir war, als ich mehrmals versucht habe als Raucher weniger Nikotin zu konsumieren.
Ich habe an den Lightzigaretten wie ein Blöder gesaugt und erst fast zum Schluss der Zigarette stellte sich ein wenig Befriedigung ein. Ich habe die Filter mit einer Scheere gekürzt und sogar abgebrochen um mehr Stärke zu erhalten und so wird es anderen starken Rsuchern auch ergehen und die nächste gekaufte Schachtel ist wieder die gewohnte Marke und man beruhigt sein Gewissen mit dem Spruch: "Ich habe es ja versucht..."

Mit der E-Zigarette haben sie nun eine echte Möglichkeit gefunden gesünder und schmackhafter Nikotin zu konsumieren und müssen nicht auf die gewohnten Raucherhandlungen erzichten, außer dem anzünden und wegwerfen bzw. ausdrücken.
Vorbei die Zeit der stinkenden Kleider, Wohnung, Büro, Haare. Vorbei der Aschenbechergeschmack im Mund. Vorbei die Zeit, sich tausenden ungesunden Stoffen mehrmals täglich auszusetzten und seinen Körper zu malträtieren.
Es beginnt nun die Zeit des sich besser Fühlens. Die Kondition steigert sich, die Atmung fählt leichter und Lebensmittel schmecken besser und intensiver als zuvor.
Natürlich nicht von heute auf Morgen, denn dazu braucht es schon seine Zeit nach jahrelanger Quälerei ihres Körpers und vor allem ihrer Lungen, aber schon nach 1 Woche werden sie Verbesserungen merken.

Ich wünsche Ihnen vom ganzen Herzen, das sie es ernsthaft probieren und vom Raucher zum Dampfer werden. Hier in unserem Forum wird Ihnen bei Problemen sicher immer jemand mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nur nicht bei den ersten Problemchen die Flinte ins Korn schmeißen und sich vorher in die Welt des Dampfens einlesen. Das spaart Geld und so mancher Fehler ensteht so erst garnicht.

Ein Ex-Raucher, der 27 Jahre stark geraucht hat und nun seit fast einem halben Jahr Dampfer ist wünscht ihnen, das sie den Umstieg schaffen und allzeit guten und leckeren Dampf.
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