AMK Schreiben an Apotheken - Kein Verkauf von Liquidzutaten

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AMK Schreiben an Apotheken - Kein Verkauf von Liquidzutaten

Beitragvon Marno » Sa 13. Apr 2013, 13:32

Selber ist es mir schon in drei Berliner Apotheken so gegangen, das ich weder PG/VG/Ethanol/ und Mineralkristalle zu kaufen bekam.
Von Ausreden, wie "Haben wir nicht" , "Der Verkauf ist verboten" bis zu "Der Chef möchte das nicht" habe ich alles zu hören bekommen.
Auch sachliche und logische Argumentation brachte keinen Erfolg.
Diese radikale Einstellung war mir schon bekannt und auch die Ursachen nur nicht in welcher Konsequenz das vollzogen wird.
Nun fand ich beim stöbern im Web ein Dokument, das Licht in diese Vorgehensweise bringt.
Leider ist das Orginaldokument sehr schlecht lesbar und ich habe es hier mal abgeschrieben.
Stellen die mit "nicht lesbar" gekennzeichnet sind, waren im Orginaldokument nicht lesbar.
Am Ende findet ihr den Downloadlink zum Originaldokument der AMK.
im Dukument selber wird mit Halbwahrheiten eine Droh und Gefahrenkulisse aufgebaut und zum Schluß werden die Apotheker ausdrücklich gewarnt, Zutaten zur Liauidherstellung selber anzumischen oder zu verkaufen.
Aber lest selber und macht euch euer eigenes Bild:



Nachfüllflüssigkeiten für E-Zigaretten

Trotz verschiedener Warnungen blüht derzeit das Geschäft mit elektrischen Zigaretten oder E-Zigaretten.
Sie haben Form und Größe herkömmlicher Zigaretten. Allerdings bestehen sie aus einer Baterie und einer Verdampfer-oder
Verneblereinheit, In der eine Lösung (E-Liquid) erhitzt oder vernebelt wird. Der Dampf oder das "nicht lesbar" wird inhaliert.
Daher sollen schädliche Verbrennungsprodukte wie Teer, Kohlenmonoxid und viele weitere Verbindungen nicht freigesetzt werden.
Entsprechend werden die Produkte als -unschädlicher- zigarettenersatz oder sogar zur raucherentwöhnung angeboten.
Die verwendeten Lösungen, die von den Anbietern im Internet auch als Nachfüllflüssigkeitenen zu beziehen sind, enthalten unter
anderem Nikotin in unterschiedlicher Konzentration, verschiedene Aromen (von Mango bis Whisky Saor) sowie als Lösungsmittel Propylenglykol.
Offenbar haben nun mehrfach die Benutzer von E-Zigaretten in Aphotheken nach den Bestandteilen dieser Lösungen gefragt, um sie selbst herzustellen. Es wurde auch versucht Nikotin als Substanz zu kaufen. In anderen Fällen sollten Apotheken die Lösungen herstellen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht mögliche Gefahren der Produkte ungeklärt. Eine Bewertung der gesundheitlichen Risiken von elektronischen Zigaretten sei derzeit nicht möglich, da es keine Informationen zur Nikotin-Exposition des Verbrauchers gäbe.
Auf Grund Daten von Nikotinhaltigen Arzeneimitteln, die zur inhalativen Anwendung zugelassen wurden, sei davon auszugehen, dass erhebliche Nikotinmengen absorbiert würden. Das hoch-"nicht lesbar) Alkaloid birgt ein erhebliches Vergiftungsrisiko.
Auch an "nicht lesbar" Vergiftungen bei Kindern ist zu denken. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf Risiken durch inhaliertes Propylenglykol. Auch mögliche Langzeitrisiken sind nicht geklärt.
Abgesehen vo0n diesen grundsätzlichen Bedenken gegen die E.Zigarette besteht im Fall der Selbstherstellung aus Chemikalien das Risiko von Nikotin-Ünberdosierung für das die Apotheke mitverantwortlich gemacht werden könnte.
Wir verweisen auf unsere AMK-Nachricht -Was muss bei der Chemikalienabgabe beachtet werden- Pharm.Ztg.Nr.4 vom 23.Januar 2009. Seite 107-"nicht lesbar" Danach soll jeder Kunde, der eine Chemikalie erwerben möchte, genauestens nach dem Verwednungszweck befragt werden. Die Chemikalie soll nur dann abgegeben werden, wenn der Kunde legale und vernünftige Zwecke angibt, die für die Apotheke nachvollziehbar sind. Die Apotheke muss dafür Sorge tragen, dass der Kunde sich selbst und andere nicht gefärdet. Im Falle von Chemikalien zur Herstellung von Nachfülllösungen für E-Zigaretten sind diese Bedingungen aus der Sicht der AMK nicht erfüllt.
Auch die Anfertigung und Abgabe der Lösungen in der Apotheke ist fragwürdig. Selbst bei vorgegebener Nikotinkonzentration kann die Apotheke nicht abschätzen welche Nikotinmenge durch das jeweilige Gerät aus der Lösung abgegeben werden.
Darüber hinaus ist der rechtliche Status der Produkte in Deutschland und in der Eu ungeklärt. Behördliche Einschätzungen einzelner E-Zigaretten als zulassungspflichtige (und derzeit nicht zugelassene Arzeneimittel ) wurden bekannt. Möglich wäre auch eine Einstufung als Medizinprodukt.
Aus diesen Gründen rät die Arzeneimittelkommision dringend davon ab, den gennten Kundenwünschen nachzukommen.

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